Kann man noch nach Sri Lanka reisen?

Seit den Osterattacken gilt der Ausnahmezustand. Fallweise werden nächtliche Ausgangssperren verhängt, die uns aber, wie Nuga berichtet, im Grunde nicht tangieren, wir sind abends in unseren Hotels – und vom und zum Flughafen gilt dies nicht für Touristen.

Es ist leider zu lokalen Ausschreitungen der Buddhisten gegen die Muslime gekommen, Touristen werden hingegen wie rohe Eier oder wie die Könige behandelt, wie es eine Kundin nannte.

Die aktuellen Sicherheitshinweise vom AA und des Deutschen Botschafters in Colombo habe ich unten gepostet.

Im Land wird derzeit ein sehr hoher Sicherheitsaufwand betrieben, das bedeutet: viele Checkpoints im Land, hohe Militärpräsenz, recht leere Hotels, wenig Verkehr und wenige Touristen in den sonst so vollen Touristen- Hotspots, Militär fährt in den Zügen mit, Koffer werden vor den Hotels geprüft, vor den Sehenswürdikeiten bodycheck, wie es z.b. in Rom schon lange Usus ist.

Wir hatten zu der Zeit der Attentate 15 Familien mit kleinen Kindern dort, die ihre Touren alle fortgesetzt haben. Auch im Mai fahren etliche Kunden mit Nugadhenitours wie geplant. Es kommen immer Berichte, dass nun Gäste aus aller Herren Länder EXTRA fahren, um so ein Zeichen gegen den Terror zu setzen und das Land am Laufen zu halten, das den Tourismus so nötig braucht.

Wie unsere Kunden, die zur Zeit der Anschläge und gleich danach mit uns unterwegs waren, die Lage empfunden haben, lest ihr in der Rubrik “Kundenmeinungen” hier auf der Homepage.

Nuga steht in täglichem Kontakt zu den obersten Sicherheitsbehörden des Landes (zufälligerweise der Mann seiner Schwester!!), um zu gewährleisten, dass unsere Guides auf dem neuesten Stand der Sicherheitsvorkehrungen sind.

Alle sicherheitsrelevanten Infos, derer wir habhaft werden können, posten wir auf unserer FB Seite “Nugadhenitours”. Unsere Kunden halten wir stets auf dem Laufenden über sich verändernde Sicherheitslagen – oder planen ihre Aktivitäten und Touren spontan um.

Alle die, die dort unten waren zur Zeit der Anschläge, bestätigen eine hohe, aber unaufdringliche Polizeipräsenz, dass sie sich aber ansonsten in den kleinen guesthouses und mit unseren Guides 24/7 um sie herum, sicher gefühlt hätten.

Entscheidend ist aber die Empfehlung des Auswärtigen Amtes. Wichtig ist, dass Ihr Eure Reiserücktrittsversicherung und auch Eure Reiseauslandskrankenversicherung daraufhin checkt, ob sie erstattungspflichtig sind, falls eine allgemeine Reisewarnung des AA vorliegt.

Wie reagiert Nugadhenitours?

Nuga steht in täglichem Kontakt zu den obersten Sicherheitsbehörden des Landes, um zu gewährleisten, dass unsere Guides auf dem neuesten Stand der Sicherheitsvorkehrungen sind.

Für alle unsere Gäste, die ihre Reisen auch im Mai fortgesetzt bzw angetreten haben, haben wir direkt alternative Reisepläne entwickelt, die die “neuralgischen”, dh. die “öffentlichen” Punkte auslassen…dh. wir empfehlen  Euch kleine, versteckte Tempel, fern der üblichen Touristenansammlungen, wunderbare kleine Urwaldtouren, die “Hidden Champions”, die Nuga und Marion auf ihren vielen Reisen entdeckt haben – und die vielleicht noch zauberhafter sind als die üblichen, klassischen Touristenhighlights.

Für alle jene, die ihre Reisepläne ändern wollen, steht Marion, 24/7 für eure Fragen zur Verfügung, auch wird sie euch sagen, zu welchen Konditionen ihr ggf. canceln könnt.

Da wir ein nur kleines Unternehmen sind, können wir nicht, wie die großen Reiseveranstalter etwa, in dieser Ausnahmesituation kostenlos umbuchen oder stornieren. Dies würde uns selber – und mit uns alle kleinen guesthouses und vor allem die Fahrer unseres Teams- an den Rand des Ruins bringen. Was wir für Euch tun können, erklären wir im persönlichen Gespräch.

 

Hier der FB Post der “German Embassy Colombo” vom 17.5.

„Liebe Landsleute,
es ist mir ein Anliegen, mich kurz vor dem bevorstehenden Vesak-Wochenende noch einmal an Sie zu wenden.
Die Sicherheitskräfte scheinen inzwischen die Terrorzelle, die für die verheerenden Anschläge am Ostersonntag verantwortlich war, weitgehend zerschlagen zu haben. Aktivitäten einzelner „Trittbrettfahrer“ lassen sich aber nie ganz ausschließen. Auch in Europa haben wir in den letzten Jahren furchtbare Erfahrungen mit Terroranschlägen gemacht.
In Sri Lanka kamen in den letzten Tagen kommunale Unruhen hinzu, die sich vor allem gegen Muslime richteten. Diese waren im Wesentlichen auf die Nordwestprovinz beschränkt. Die Regierung hat aber vorübergehend eine landesweite nächtliche Ausgangsperre verhängt und die sozialen Medien blockiert, um ein Übergreifen auf andere Landesteile zu verhindern.
Gemeinsam mit meinen EU-Kollegen haben wir gestern die Regierung in einer Erklärung aufgerufen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Sicherheit und Vertrauen im ganzen Land wieder herzustellen. Genauso wichtig bleibt es, dass politische, religiöse und kommunale Amtsträger sich weiter für Harmonie und Toleranz zwischen allen Bevölkerungsgruppen einsetzen.
Für das Vesak-Fest, das in den kommenden Tagen natürlich im Fokus steht, liegen uns keine konkreten Hinweise vor, die für weitere Anschläge sprechen. Grundsätzlich besteht die Gefahr vor Anschlägen aber fort.
Alles in allem sind wir noch weit entfernt von der Normalität, wie das Straßenbild in Colombo und anderswo deutlich zeigt. Nächste Woche wollen alle Schulen wieder ihre Pforten öffnen.
Die Ausnahmezustandsregelungen zur Erweiterung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden sind weiter in Kraft. Ausgangssperren, ob lokal oder landesweit, können weiter verhängt werden.
Daher wiederhole ich meine Bitte, weiter erhöhte Vorsicht walten zu lassen und sich über die lokalen Medien zu informieren.
Ich wünsche uns allen ein friedliches und ruhiges Vesak-Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Jörn Rohde
Botschafter”

 

Hier der Post des AA vom 21. Mai. Bitte checkt aber immer selber die  folgende Seite:

Sicherheitshinweise durch das deutsche Auswärtige Amt https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/srilanka-node/srilankasicherheit/212254#content_0

„Von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka wird weiterhin abgeraten.
Nach den Anschlägen vom 21. April 2019 in Colombo, Negombo sowie in Batticaloa, mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten, ist die Sicherheitslage im ganzen Land angespannt. Es besteht grundsätzlich die Gefahr von weiteren Anschlägen. Reisenden wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.
Betroffen waren insbesondere jeweils eine Kirche in Colombo, in Negombo, nördlich von Colombo und in Batticaloa, an der Ostküste. In Colombo waren die Hotels Shangri La, das Cinnamon Grand und das Kingsbury betroffen sowie ein Hotel in Dehiwala, nahe dem Zoo. Hinzu kam eine weitere Explosion im Stadtteil Dematagoda. Bei Sicherheitsoperationen wurden weitere Sprengkörper, Waffen und Munition sichergestellt und zahlreiche Verdächtige festgenommen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden deutlich und erkennbar verschärft, die Präsenz der Sicherheitskräfte landesweit verstärkt. Ausnahmezustandsregelungen wurden zur Erweiterung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden in Kraft gesetzt.
Nach Unruhen insbesondere in der Nordwestprovinz galt am 13. Mai 2019 erneut eine landesweite nächtliche Ausgangssperre. Ausgangssperren können lokal oder landesweit weiterhin verhängt, soziale Medien gesperrt werden.
Aufgrund der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen, auch im Bereich der Flughäfen, sollten Flugreisende spätestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen. Nach Auskunft der Flughafenbehörde sind Fahrten zum Flughafen mit gültigem Reisepass und Flugticket auch während Ausgangssperren erlaubt.
Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Nach den Anschlägen auf Kirchen und Hotels am 21. April 2019 ist die Sicherheitslage angespannt und es besteht die Gefahr von weiteren Terroranschlägen. Es ist mit erhöhten Sicherheitskontrollen und Behinderungen im Reiseverkehr zu rechnen.
Innenpolitische Lage
Immer wieder kommt es zu lokalen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit und anderer Religionsgemeinschaften. Zuletzt kam es Anfang März 2018 in der Provinz Kandy zu Ausschreitungen gegen muslimische Einrichtungen und die Errichtung willkürlicher Barrikaden/Straßensperrungen, die erst durch den Einsatz von Sondereinheiten und Ausgangssperren unter Kontrolle gebracht werden konnten.
Es wird davon abgeraten, sich in die Nähe politischer Kundgebungen zu begeben. Größere Menschenansammlungen sollten grundsätzlich gemieden werden.“